Allgemeine Information - Sevilla


Sehenswürdigkeiten und Monumente

Sevilla, eine Stadt mit einer äusserst reichen und bewegten Geschichte, triumphiert mit einer großen Anzahl berühmter Sehenswürdigkeiten: die Reales Alcazares (die königlichen Gärten der Mauren), die atemberaubenden Kathedrale mit ihrem Turm „La Giralda“, weiter unten am Fluss der Torre del Oro (Goldener Turm), der das maritime Museum beherbergt und in der Nähe die Plaza de Toros de la Real Maestranza, die weltberühmte Stierkampfarena von Sevilla. Neben diesen bekanntesten Sehenswürdigkeiten gibt es noch weitere kulturelle und historische Orte wie das Hospital de la Caridad, einem Gebäude aus dem 17. Jahrhundert, das noch heute als Zufluchtsort für Kranke und Arme dient.

Direkt neben dem Gebäude befindet sich eine ebenso beeindruckende Kirche mit berühmten Gemälden und feinem Steinhandwerk. Darüber hinaus sind die Plaza de España (Spanischer Platz), das jüdische Viertel Santa Cruz, der Palacio de Lebrija, Plaza Salvador, die Puerta de Jerez, die alte Stadtmauer und das Macarena-Viertel unbedingt einen Besuch wert. Und falls das noch nicht genug ist, schlendern Sie doch einfach über einen der zahlreichen Märkte, durch die öffentlichen Grünflächen und Parks, die vielen Kirchen entlang des Weges und die jährlichen Festivals.

Transportmöglichkeiten in Sevilla
Die Transportmöglichkeiten in Sevilla werden stetig verbessert. Die Hauptstraße, die an der Kathedrale entlang führt, wurde erst kürzlich in eine Fußgängerzone umgebaut, um einerseits die Monumente vor dem Verkehr zu schützen und andererseits die Voraussetzung für das geplante U-Bahn-Netz und die schon in Betrieb genommene Trambahn-Linie zu schaffen. Und um dies alles noch zu übertreffen wurden Fahrradwege über die ganze Stadt verteilt errichtet, die der wachsenden Anzahl an Radbegeisterten erlauben, sich umso freier durch die Stadt zu bewegen.

Busse und Taxis sind jede Menge zu finden in der ganzen Stadt. Die meisten großen Taxistände befinden sich bei den großen Busbahnhöfen - Prado San Sebastian (für alle Fahrten Richtung Norden und Osten) und der Plaza de Armas (Westen und Süden). Die Haupt-Buslinien sind gut organisiert und Sie erhalten billigere Tarife, wenn Sie ein Zehner-Ticket an einem der zahlreichen Zeitungskioske erwerben. Der Flughafen hat eine gute Verbindung zum Hauptbahnhof Santa Justa, der nur 10 Minuten vom Airport entfernt ist.

Wetter in Sevilla
Von Mai bis Mitte Oktober schwanken die Temperaturen zwischen 25 und 38 Grad, die restlichen Monate sinkt die Temperatur nie unter 15 Grad. Die Monate mit den meisten Niederschlägen sind März und Oktober. Zum Glück gibt es jede Menge Straßenhändler, die unter anderem Regenschirme verkaufen, sodass Sie sicher nicht nass werden. Was Schnee betrifft, so hat es in Sevilla in den letzten fünfzig Jahren nicht geschneit. Wenn Sie also gerne Schnee sehen möchten, dann gehen bis am besten in die nahe gelegene Sierra Nevada.

Nachtleben in Sevilla
Sevilla ist eine der geselligsten Städte Europas. Egal wo Sie hingehen und an welchem Tag, Sevilla Straßen sind immer voller Leben, tagsüber und nachts. Die Stadt ist voller Restaurants, Cafés und Bars und es sitzen viele Leute mit ein paar Tapas oder Drinks im Freien. Es gibt auch viele Eisdielen, in denen Sie sich mit exotischen Eissorten an lauen Abenden erfrischen können. Wenn Sie Lust auf einen Caipirinha oder Cuba Libre mit Strandfeeling haben, so sind Sie in der Bar „Capote“ direkt am Fluss an der richtigen Adresse. Für den besten Mojito der Stadt und einen Wahnsinnsausblick, versüßt mit entspannenden Chill-Out-Klängen empfehlen wir die Terrasse des Hotels „Azahar“ in der Straße Jesús del Gran Poder. Was Musik betrifft, so hat Sevilla für jeden Geschmack etwas zu bieten: traditioneller Flamenco, Live-Musik, Disco oder Pop, es gibt einfach alles.

Es ist üblich, erst spät abends auszugehen und bis in die Puppen auf der Piste zu bleiben. Die meisten Restaurants öffnen ihre Küchen gegen 9:00 Uhr und die Bars schließen üblicherweise um 1:00 Uhr. Natürlich gibt es auch Orte, in denen Sie bis in die frühen Morgenstunden bleiben können. Wenn Sie Flamenco für ein breites Publikum sehen möchten, gehen Sie am besten in die Carboneria im Santa Cruz-Viertel oder ins Madrugá in Triana. Um Aufführungen von berühmten Künstlern zu sehen, empfehlen wir das Casa de Carmen Arte Flamenco und das Casa de la Memoria. Für Tanzmusik von Elektro, über House bis hin zu Funk können Sie Elefunk, Fun Club, Jacksons und Emporium ausprobieren. Im Nachtclub Boss in der Calle Betis wird Hip-Hop aufgelegt, im Catedral spanische Popmusik. Und im Malandar finden Sie Live-Rockmusik, Flamenco-Fusion und Funk.

Kurztrips
Wenn Sie auf der Suche sind nach einer ruhigen Umgebung abseits der Stadt sind, dann gibt es einige Orte für Sie. Carmona ist ein kleines Städtchen 30 Minuten nördlich von Sevilla und problemlos mit dem Bus oder Auto zu erreichen. Man hat einen fantastischen Panoramablick auf das Umland vom Alameda Park aus, einer Mini-Version der sevillanischen Giralda und ein Teil der Altstadt ist auch von einer Stadtmauer umgeben. Die römische Nekropolis ist eine weitere Attraktion der Stadt. In den unterirdischen Grabkammern befinden sich historische Ausgrabungen aus dem Jahre 200 v. Chr. Ein weiterer historischer Ort ist Italica im Norden Sevillas in der Stadt Santiponce. Italica wurde von einem römischen General während der Schlacht von Ilipa 206 v. Chr. gegründet, um den von der karthagischen Armee verwundeten Soldaten Obdach zu geben. Es beherbergt die Ruinen eines Amphitheaters, Straßen und die Häuser der römischen Kaiser Trajan und Adrian.

Wenn Sie gerne einen größeren Abstecher machen wollen, dann ist ein Tagesausflug nach Grazalema oder Ronda genau das richtige für Sie. Eine einstündige Fahrt mit dem Auto durch wundervolle Landstriche bringt Sie in das reizende Städtchen Ronda. Sie liegt rund 750 Meter über dem Meeresspiegel und der Rio-Guadalvín schlängelt sich tief unten in der Schlucht El Tajo durch die Stadt und teilt sie entzwei. Die höchste der drei Verbindungsbrücken spannt sich in einer Höhe von 120 Metern über die beeindruckende Schlucht. Ein paar Kilometer westlich von Ronda liegt das malerische Bergdorf Grazalema, eingebettet in die Berge der Sierra del Pinar. Wenn Sie Lust auf Wandern und Klettern haben, dann können Sie hier diese spektakuläre Umgebung zu Fuß entdecken. Das traditionelle Handwerk der Stadt wie das Schaffwoll-Spinnen, die Korkernte und der Möbelbau reicht heutzutage nicht mehr als Haupteinkommensquelle, sodass sich der Ort der Tourismusindustrie geöffnet hat.