Jerez
Nur 20 Kilometer von der Küste entfernt liegt die
Stadt Jerez, welche auf der ganzen Welt für die Qualität
ihrer Sherries, Flamenco und Pferde berühmt ist.
Die Stadt selbst hat aber noch viel mehr zu bieten. Die
Mauren waren die ersten, die sich hier vor vielen Jahrhunderten
niedergelassen hatten. So ist die maurische Architektur
noch heute sichtbar, wie zum Beispiel an der Alcazaba
Festung aus dem 11. Jahrhundert, die teilweise restauriert
wurde, um ihre frühere Pracht wieder zum Vorschein
zu bringen. Die Kirche ist auch sehr interessant, da sie
ursprünglich als Moschee errichtet wurde und die
Kathedrale Salvador beherbergt ein berühmtes Gemälde
des Malers Zurbaran namens „Das schlafende Mädchen“.
Im Zentrum der Stadt befinden sich zahlreiche Bodegas,
in denen die verschiedensten Sherryarten produziert werden.
Manche Bodegas tragen einen englischen Namen aufgrund
der langjährigen Tradition britischer Weinbauern
in dieser Region.
Was die Pferde von Jerez betrifft, so gibt es hier die
berühmte andalusische Royal School of Equestrian
Art, in denen Aufführungen dieser beeindruckenden
Tiere präsentiert werden. Anfang Mai jeden Jahres
findet auch die Pferdemesse statt, zu der sich Besucher
aus ganz Spanien und aller Welt einfinden. Die Konkurrenten
wetteifern um verschiedene renommierte Auszeichnungen.
Teil der Veranstaltung ist auch eine Landwirtschaftsmesse
in der gesamten Stadt. Die langjährige Tradition
des Flamenco ist heute noch aktuell in Jerez. Das alljährliche
Flamenco-Festival Ende Februar/Anfang März ist die
wohl bedeutendste Veranstaltung dieser Art auf der ganzen
Welt. Internationale Künstler kommen hierher, um
das Publikum mit ihrem Gesang, Tanz und Gitarrenspiel
zu begeistern.
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